Sie holen drei Offerten ein und erhalten drei sehr verschiedene Zahlen — für scheinbar dasselbe Produkt. Woher die Spanne kommt, was den Preis wirklich treibt und welche Positionen in „ab“-Preisen regelmässig fehlen.
| Objekt | Beobachtete Spanne | Meist enthalten |
|---|---|---|
| Studio, Einzelraum, kleines Ladenlokal | CHF 275 – 490 | Rundgang ohne Zusatzleistungen |
| Wohnung, 2.5 bis 4.5 Zimmer | CHF 390 – 980 | Rundgang, meist mit 2D-Grundriss |
| Einfamilienhaus, grosse Wohnung | CHF 690 – 1'350 | Rundgang, Grundriss, teilweise Fotos |
| Gewerbe, Showroom, Luxusobjekt | CHF 800 – 2'000+ | Rundgang, Fotos, Drohne, Sonderleistungen |
Woher diese Zahlen stammen: erhoben aus den öffentlich publizierten Preislisten Schweizer Anbieter, Stand 22. August 2026. Anbieter, die keine Preise veröffentlichen — in diesem Markt die Mehrheit —, konnten nicht einfliessen. Die Spanne bildet damit den transparenten Teil des Markts ab. Sie ist keine repräsentative Markterhebung und kein Durchschnitt, sondern eine Orientierung für den Vergleich Ihrer eigenen Offerten.
Die folgenden Positionen sind der häufigste Grund, warum aus einer günstigen Offerte eine teure Rechnung wird. Rechts steht zum Vergleich, wie RoomView360 sie handhabt — nicht als Werbung, sondern damit Sie eine konkrete Referenzgrösse haben.
| Position | Warum sie oft fehlt | Bei RoomView360 |
|---|---|---|
| Hosting nach Ablauf | liegt zeitlich weit hinter dem Kaufentscheid | 12 / 24 / 36 Monate inklusive, danach CHF 60 pro Jahr |
| 2D-Grundriss | wird oft als Add-on geführt | in jedem Paket enthalten |
| Bemasster Plan | wird mit dem automatischen Grundriss verwechselt | CHF 180 – 480 je nach Grösse |
| Standbilder aus der Tour | Anzahl und Nutzungsrechte bleiben offen | Basic 6, Pro 15 + 6 HDR, Premium 15 + 15 HDR; weitere CHF 25 pro Bild |
| Drohnenaufnahmen | separate Leistung mit eigenen Auflagen | CHF 280 Foto-Set, CHF 480 mit Video |
| Anfahrt | „inklusive“ gilt oft nur im Nahbereich | inklusive in den Kantonen Zürich und Schaffhausen, ausserhalb 50 Rp./km (einfache Strecke) |
| Express und Samstag | wird erst beim Terminwunsch genannt | +CHF 50 Express (24 h), Samstag ohne Aufpreis |
| Zweittermin | Objekt nicht zugänglich oder nicht geräumt | Storno bis 48 h kostenfrei, danach anteilig |
Die vollständige Aufstellung steht auf der Seite Preise & Pakete. Was es kostet, einen Rundgang selbst zu erstellen, steht im Beitrag 3D-Rundgang selber erstellen.
Ein 3D-Rundgang ist keine Datei, die Sie erhalten und ablegen. Er ist ein gehosteter Dienst: Das Modell liegt auf einer Plattform und wird über einen Link oder ein eingebettetes Fenster ausgeliefert. Plattformseitig wird das üblicherweise pro aktivem Modell und Monat verrechnet.
Die praktische Folge wird unterschätzt. Läuft die Hosting-Periode aus, wird der Link nicht langsamer — er wird ungültig. Und zwar überall dort, wo er eingebettet ist: im Portal-Inserat, im PDF-Exposé, auf der eigenen Website, im E-Mail-Verlauf mit der Interessentschaft. Wer den Rundgang für ein Objekt eingesetzt hat, das zwei Jahre später erneut vermietet wird, steht ohne Grundlage da.
Fragen Sie deshalb bei jeder Offerte drei Dinge: Wie lange ist Hosting enthalten? Was kostet die Verlängerung? Und was bleibt mir, wenn ich nicht verlängere? Standbilder und ein PDF-Grundriss bleiben Ihnen dauerhaft — das begehbare Modell nicht.
Der grösste Hebel auf die Gesamtkosten liegt selten beim Stückpreis, sondern bei der Zahl der Termine. Werden Fotografie, Grundriss und Drohne einzeln beauftragt, entstehen drei Anfahrten, drei Terminabsprachen und drei Rechnungen.
In bewohnten Objekten ist diese Koordination regelmässig der grössere Aufwand als die Aufnahme selbst: Jeder zusätzliche Termin bedeutet eine erneute Ankündigung, eine erneute Absprache und ein erneutes Zutrittsrisiko. Wer die Leistungen bündelt, spart nicht nur Anfahrten, sondern vor allem Kalenderzeit bis zur Publikation — und bei Leerstand ist Zeit die teuerste Position überhaupt.
Für Ladenlokale, Praxen und Studios gelten andere Massstäbe als für Wohnungen — und der Hauptgrund liegt nicht in der Aufnahme, sondern in der Google-Anbindung. Sie kostet zusätzliche Arbeitszeit: Place-ID recherchieren und verknüpfen, Bildauswahl für das Unternehmensprofil, die Kontrolle nach der Freigabe durch Google — und in aller Regel ein Aufnahmetermin zu Randzeiten, damit der Betrieb weiterläuft. Dazu kommt, dass eine Verkaufsfläche mit Regalen, Sichtachsen und Nebenräumen mehr Scan-Positionen braucht als ein leerer Raum. Beides zusammen hebt den Quadratmeterpreis, deshalb sind die Flächenstufen des 360°-Ladenrundgangs enger geschnitten: CHF 350 bis 60 m², CHF 690 bis 120 m², CHF 1'190 bis 250 m².
Dazu kommt eine Leistung, die es bei Wohnobjekten gar nicht gibt: die Veröffentlichung auf Google Maps, verknüpft mit der Place-ID des Unternehmensprofils. Sie ist in allen drei Ladenpaketen enthalten. Besteht bereits eine Tour, kostet die nachträgliche Veröffentlichung CHF 150 — ohne neuen Drehtermin.
Der Punkt, den in Offerten kaum jemand nennt: Wohnobjekte lassen sich nicht auf Google Maps publizieren. Matterport gibt ausschliesslich nicht-residenzielle Objekte für die Street-View-Publikation frei. Wer einen Rundgang „für Google“ bestellt und dabei eine Wohnung meint, bezahlt für etwas, das so nicht lieferbar ist. Und in jedem Fall ist ein bestehendes Google-Unternehmensprofil Voraussetzung — ohne dieses existiert keine Place-ID, mit der sich der Rundgang verknüpfen liesse.
Der Normalsatz beträgt in der Schweiz 8,1 %. Entscheidend beim Offertenvergleich ist aber etwas anderes: Anbieter mit einem Jahresumsatz unter CHF 100'000 sind von der Mehrwertsteuerpflicht befreit (Art. 10 Abs. 2 lit. a MWSTG). Ihre Rechnungen weisen keine Mehrwertsteuer aus — und berechtigen die Kundschaft zu keinem Vorsteuerabzug.
Für eine mehrwertsteuerpflichtige Verwaltung oder Maklerfirma heisst das: Zwei Offerten mit demselben Betrag sind wirtschaftlich nicht gleich. Beim steuerpflichtigen Anbieter ist die Steuer rückforderbar, beim befreiten Anbieter ist der Betrag definitiv. Prüfen Sie deshalb, ob die Offerte eine UID mit MWST-Zusatz (CHE-… MWST) und den Steuersatz ausweist, und vergleichen Sie anschliessend netto gegen netto.
Nicht jedes Objekt braucht ein 3D-Modell. In diesen Fällen raten wir ab:
Ein Anbieter, der Ihnen das vor der Beauftragung sagt, spart Ihnen mehr als einer, der zehn Prozent Rabatt gewährt.
Acht Fragen, die aus drei unterschiedlichen Angeboten drei vergleichbare machen:
Weil „virtueller Rundgang“ kein geschützter Leistungsumfang ist. Dieselbe Bezeichnung deckt eine 360°-Bilderfolge aus wenigen Aufnahmen ebenso ab wie ein vollständig vermessenes 3D-Modell mit Dollhouse-Ansicht, Grundriss und Standbildern. Dazu kommen Unterschiede bei der Hosting-Dauer, bei der Nachbearbeitung und bei der Frage, ob Fotos, Grundriss und Anfahrt enthalten sind. Ein Preisvergleich ohne Abgleich des Leistungsumfangs vergleicht deshalb regelmässig zwei verschiedene Produkte.
Ein 3D-Rundgang ist keine Datei, die geliefert und abgelegt wird, sondern ein gehosteter Dienst. Plattformseitig wird Hosting üblicherweise pro aktivem Modell und Monat verrechnet. Läuft die Hosting-Periode aus, wird der Link ungültig — und zwar dort, wo er eingebettet ist: im Inserat, im Exposé, auf der Website. Bei RoomView360 sind je nach Paket 12, 24 oder 36 Monate enthalten, die Verlängerung kostet CHF 60 pro Jahr. Fragen Sie bei jeder Offerte nach der Hosting-Dauer und dem Preis danach.
Am Grundriss. Massgeblich für den Aufwand ist die Zahl der Scan-Positionen, nicht die Fläche: Eine offene 120-m²-Loft braucht weniger Positionen als eine verwinkelte 90-m²-Altbauwohnung mit Korridor, Erker und mehreren Nebenräumen. Weil eine Offerte vor dem Termin gestellt wird, arbeiten die meisten Anbieter trotzdem mit Flächenstufen — sie sind der einzige Wert, der sich am Telefon zuverlässig erfragen lässt.
Als Einzelleistung meist ja, im Gesamtpaket oft nicht. Entscheidend ist, wie viele Termine ein Objekt braucht: Werden Fotografie, Grundriss und Drohne separat beauftragt, entstehen mehrere Anfahrten, mehrere Terminabsprachen mit der Mieterschaft und mehrere Rechnungen. In bewohnten Objekten ist diese Koordination häufig der grössere Kostenblock als die Aufnahme selbst.
Vor allem bei Erstvermietungen, bei hoher Fluktuation und bei Objekten mit auswärtiger Interessentschaft — dort ersetzt der Rundgang Besichtigungen, die sonst einzeln koordiniert werden müssten. Bei einer einzelnen, gut nachgefragten Wohnung in zentraler Lage kann eine saubere Fotoserie genügen. Wer ohnehin nach zwei Besichtigungen vermietet, braucht kein 3D-Modell.
Nein. Für Geschäftsräume sind die Flächenstufen enger geschnitten — CHF 350 bis 60 m², CHF 690 bis 120 m², CHF 1'190 bis 250 m². Der Hauptgrund ist der Zusatzaufwand der Google-Anbindung: Place-ID recherchieren und verknüpfen, Bildauswahl für das Unternehmensprofil, Kontrolle nach der Freigabe durch Google und meist ein Aufnahmetermin zu Randzeiten. Dazu braucht eine Verkaufsfläche mit Regalen und Sichtachsen mehr Scan-Positionen als ein leerer Raum. Dafür enthält jedes Ladenpaket die Veröffentlichung auf Google Maps samt Verknüpfung mit der Place-ID des Unternehmensprofils; bei einer bereits bestehenden Tour kostet die nachträgliche Veröffentlichung CHF 150 ohne neuen Drehtermin. Wohnobjekte lassen sich nicht auf Google Maps publizieren — Matterport gibt dafür ausschliesslich nicht-residenzielle Objekte frei. Voraussetzung ist zudem ein bestehendes Google-Unternehmensprofil.
Beschreiben Sie Ihre Liegenschaft. Wir melden uns am selben Werktag mit einer Festpreis-Offerte und einem Drehtermin. Keine Callcenter, kein Verkaufsdruck.